Unabhängiger Versicherungsberater

Was Verbraucher über Versicherungsberater wissen müssen

Der Versicherungsberater unterscheidet sich grundsätzlich vom Makler und Vertreter

Ein unabhängiger Versicherungsberater wird – im Gegensatz zum Versicherungsmakler und Versicherungsvertreterdirekt vom Kunden, also dem Verbraucher, bezahlt. Das bedeutet, der Verbraucher tritt als Auftraggeber auf und bezahlt für die Beratungsleistung ein Honorar, wie bei einem Steuerberater oder Rechtsanwalt.

Versicherungsberater dürfen von Versicherungsunternehmen keine Provisionen oder Courtagen annehmen. So kann der Verbraucher sicher sein, dass die Beratung zu 100% unabhängig vom Verkaufserfolg und neutral ist.

Erstinformation ist das A und O

Wer als unabhängiger Versicherungsberater arbeiten möchte, muss einen Sachkundenachweis erbringen und bei der zuständigen IHK eine Zulassung beantragen. Früher war sogar eine gerichtliche Zulassung notwendig, dies ist heute nicht mehr der Fall. Nachwievor jedoch gehört der Versicherungsberater zu den rechtsberatenden Berufen wie Steuerberater oder Rechtsanwälte.

Für die Zulassung bei der IHK wird außerdem eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung benötigt, mit der Schäden aus Pflichtverletzungen gegenüber dem Verbraucher abgesichert werden. Außerdem muss der Versicherungsberater seinem Kunden, also dem Verbraucher, mitteilen, ob ein Versicherungsunternehmen beim Berater oder der Berater bei einem Versicherungsunternehmen mit mehr als 10% beteiligt ist. Als Verbraucher erkennen Sie daran mögliche Beratungsinteressen, die dazu führen können, dass die Beratung nicht mehr vollständig unabhängig ist.

Ich empfehle Ihnen: Werfen Sie vor einer Kontaktaufnahme zunächst einmal einen Blick auf die Internetseite des Versicherungsberaters. Im Impressum oder manchmal auch einer gesondert aufgeführten Erstinformation finden Sie die wichtigsten Rahmeninformationen und können sich schon einmal orientieren.

Wie der Versicherungsberater dem Verbraucher hilft

Ein unabhängiger Versicherungsberater berät zum einen den Verbraucher in allen Fragen rund um die Wahl des passenden Versicherungsschutzes. Da der Versicherungsberater direkt vom Verbraucher als Auftraggeber bezahlt wird und keine Provisionszahlungen erhalten darf, hat der Verbraucher die Sicherheit einer unabhängigen Empfehlung. Zum anderen sind unabhängige Versicherungsberater für alle Angelegenheiten da, die der Versicherungsmakler Kraft Gesetz nicht erledigen darf. Unter anderem die Vertretung des Verbrauchers bei außergerichtlichen Angelegenheiten, zum Beispiel, wenn im Leistungsfall eine Rechnungserstattung überprüft werden soll. Oder die Prüfung und Realisierung eines Tarif- und Vertragswechsels. Ein Makler darf diesen nur bei Kunden durchführen, deren Verträge er selbst vermittelt oder in seiner Betreuung hat, bei fremden Verträgen muss er die Bearbeitung ablehnen.

Ideal für den Verbraucher ist eine Kooperation von Versicherungsberater und Versicherungsmakler.

Auf Grund der aktuellen Gesetzgebung, die eine durchgängige Betreuung des Verbrauchers in allen Versicherungsangelegenheiten weder dem Versicherungsberater noch dem Versicherungsmakler erlaubt, ist für den Verbraucher eine Kooperation beider Beratertypen die ideale Lösung.

Unterschiede zum Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler

Übrigens: Sämtliche Videos erscheinen über den YouTube-Kanal der KVpro.de GmbH, deren Geschäftsführer ich bin. Mehr dazu erfahren Sie auf meiner Seite Über mich.

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