Wir alle brauchen sie, soviel steht in Deutschland schon einmal fest – die Krankenversicherung.

Jeder muss sich für den Fall einer Krankheit absichern, um im Fall der Fälle nicht im Regen zu stehen. Egal ob angestellt, selbstständig oder verbeamtet.

Während dies sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, kann jedoch jeder selbst auswählen, wo und wie man sich versichert.

Doch mit der Wahl kommt auch die Qual der Wahl:
Ist für mich die gesetzliche oder die private Krankenversicherung besser geeignet?
Beide unterscheiden sich in ihrem System auf verschiedene, grundlegende Weisen.
Welche Art der Krankenversicherung die bessere für dich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

 

  • Bist du im Moment am Überlegen, ob du dich am besten gesetzlich oder privat versichern sollst?
  • Fragst du dich, ob du überhaupt die Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung erfüllst?
  • Bist du unsicher, wie sich die gesetzliche und private Krankenversicherung voneinander unterscheiden?
    Um dir einen schnellen Überblick zu verschaffen, stelle ich dir hier die 3 wichtigsten Merkmale und Unterschiede beider Versicherungsformen vor.

1. Der Versicherungsbeitrag – Wie viel muss ich für meine Versicherung zahlen?

Der Versicherungsbeitrag wird in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung auf unterschiedliche Weisen berechnet.

Gesetzlich:

Bei der gesetzlichen Krankenkasse spielen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Vermögen keine Rolle.
Die Beiträge werden hier nicht auf dem persönlichen Krankheitsrisiko oder auf Vorerkrankungen basierend berechnet. Stattdessen hängt der Beitrag allein vom monatlichen Einkommen ab.
Aktuell (Stand: 2020) liegt dieser Satz bei 14,6 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen.
Das bedeutet, wenn du ein höheres Gehalt hast, zahlst du auch einen höheren Beitrag. Alle mit einem geringeren Einkommen zahlen dagegen niedrigere Beiträge.
Arbeitnehmer müssen den Beitrag jedoch nicht komplett selbst übernehmen, denn der Arbeitgeber zahlt die Hälfte davon.

Außerdem handelt es sich bei der gesetzlichen Krankenversicherung im Vergleich zur privaten um ein sogenanntes organisiertes Solidarsystem. Das bedeutet, alle Mitglieder finanzieren durch ihre jeweiligen Beiträge die gesetzlichen Kassen.

Privat:

Anders sieht das bei der privaten Krankenversicherung aus.
Hier zahlt jeder basierend auf den persönlichen Umständen und dem ausgewählten Versicherungsschutz einen vollkommen individuellen Beitrag.
Das monatliche Einkommen spielt zur Berechnung der Beiträge in der privaten Krankenversicherung keine Rolle – stattdessen allerdings dein individueller Gesundheitszustand, dein persönliches Krankheitsrisiko und dein Alter.

Hinzu kommt außerdem der Leistungsumfang deines Versicherungstarifs.
Bei der privaten Krankenversicherung kannst du dich zwischen zahlreichen verschiedenen Versicherungstarifen entscheiden.
So kannst du deinen Versicherungsschutz deinen persönlichen Bedürfnissen anpassen.
Je nachdem, wie hoch der Leistungsumfang ist, liegt dementsprechend auch der monatliche Beitrag, den du zahlst.

Anders als bei der gesetzlichen ist in der privaten Krankenversicherung auch jeder nur für sich selbst verantwortlich. Das heißt, deine Beitragszahlungen fließen nicht in den Topf des Gesundheitsfonds der Kassen.

Frau überlegt vor grauem Hintergrund, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern soll.

2. Die Leistungen – Was übernimmt die Versicherung?

Kommen wir von den Beitragszahlungen direkt zu den Leistungen, die die gesetzliche oder private Krankenversicherung jeweils bietet.
Auch hier gibt es wichtige Unterschiede.

Gesetzlich:

In der gesetzlichen Krankenversicherung bestimmt der Staat, wie viel sie leisten muss und welche Behandlungen übernommen werden.
Hier gilt: Der Anspruch auf Leistung hängt nicht von der monatlichen Beitragshöhe, dem Gesundheitszustand oder dem Alter des Patienten ab.

Vielmehr bestimmen hier zwei wichtige Kriterien, was übernommen wird:

  1. Die Behandlung muss nach Maßgabe der Krankenkasse wirtschaftlich sein.
  2. Außerdem werden nur Leistungen übernommen, die aus medizinischer Sicht tatsächlich notwendig sind.

Genau dies ist übrigens der Grund, warum gesetzlich versicherte Zahnarztpatienten die günstigere Amalgamfüllung kostenfrei bekommen, allerdings für die teurere Kunststofffüllung selbst zur Kasse gebeten werden.

Privat:

Wenn du allerdings privat versichert bist, sind genau die Leistungen garantiert, die in deinem Versicherungstarif festgelegt sind.
Und diesen Tarif kannst du entsprechend deiner Wünsche und Bedürfnisse auswählen.
Sobald du den passenden findest, kannst du dir sicher sein, dass genau die Behandlungen von der Versicherung übernommen werden, die du auch wirklich benötigst.

Der Leistungsumfang hat hier verständlicherweise eine direkte Wirkung auf die monatlichen Beiträge – das macht Sinn – denn je höher die gewünschte Leistung, desto höher ist in der Regel auch der Monatsbeitrag.
Durch eine breite Auswahl an Tarifen kannst du jedoch genau den auswählen, der am besten zu dir passt.

3. Kriterien für Mitglieder – Wer kann sich gesetzlich oder privat versichern?

Gesetzlich:

Jung oder weniger jung, fit wie ein Turnschuh oder gesundheitlich schwach, prall gefülltes Konto oder Mindestlohn – die gesetzliche Krankenversicherung nimmt jeden auf, der nicht schon privat versichert ist.
Einzige Voraussetzung: Ein ordentliches Arbeits(losen)verhältnis. Denn eine freiwillige gesetzliche Versicherung (z. B. als Mini-Jobber oder Hausfrau) ist wieder eine eigene Geschichte.

Bei einer gesetzlichen Krankenversicherung erhält jeder die gleichen Leistungen.

Privat:

Anders sieht das bei den privaten Krankenversicherungen aus.
Diese können sich ihre Kunden zu einem gewissen Grad „selbst aussuchen“.

Bei der Frage, ob du dich für die gesetzliche oder private Krankenversicherung entscheiden solltest, muss von daher zunächst geklärt werden, ob du die Kriterien für die private erfüllst.

Es kann sich grundsätzlich jeder, der nicht gesetzlich versichert ist, privat versichern.
Arbeitnehmer müssen hierzu allerdings über ein Mindestgehalt verfügen, das über der Versicherungspflichtgrenze in Höhe von aktuell 5.212,50 monatlich bzw. 62.550 Euro jährlich (Stand: 2020) liegen muss.
Für (unter anderem) Beamte, Selbstständige und Freiberufler gilt diese Einkommensgrenze allerdings nicht. Sie können uneingeschränkt zur privaten Krankenversicherung wechseln.

Wenn du nun die Kriterien für einen Wechsel zur privaten Krankenversicherung nicht erfüllst, kannst du deinen gesetzlichen Versicherungstarif auch durch private Zusatzversicherungen anpassen und erweitern.

Das ist tatsächlich eine super Alternative für diejenigen, denen die Leistungen ihrer gesetzlichen Krankenversicherung nicht ausreichen, sie aber (noch) nicht die Möglichkeit haben, komplett zu wechseln.

Optionen sind unter anderem eine Zahnzusatzversicherung oder die Krankenhauszusatzversicherung. Mit ihnen kannst du dir selbst die gesetzliche Krankenversicherung mit zusätzlichen Leistungen aufstocken. Diese sind ohne Einschränkungen verfügbar.

Gesetzliche oder private Krankenversicherung – welche ist nun die richtige?

Auf die Frage, ob du dich gesetzlich oder privat versichern solltest, gibt es leider keine allgemeingültige Antwort.

Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse und Wünsche, Grundvoraussetzungen und Pläne.
Damit lässt sich nicht grundsätzlich sagen, welche Versicherung für einen die beste ist.

Die gesetzliche und private Krankenversicherung unterscheiden sich durch diverse Merkmale.
Welche besser auf dich zutreffen, solltest du entsprechend deiner eigenen Bedürfnisse abwägen.
Wichtig ist es allemal, dass du dir den Beitritt bzw. Wechsel zur privaten Krankenversicherung gut überlegst, um genau die richtige Wahl für deine Gesundheit zu treffen.

Und selbst wenn du (noch) nicht die Möglichkeit hast, zu einer privaten Krankenversicherung wechseln zu können, gibt es immer die Option von privaten Zusatzversicherungen, die fehlende Leistungen auffangen können.

Wie finde ich nun aber „die richtige Versicherung“?

Der Versicherungsmarkt ist groß und schwer zu durchschauen.

Um einen besseren Überblick zu bekommen und die Optionen bestmöglich zu verstehen, kannst du dich von einem Experten beraten lassen.
Ich selbst habe bereits über 30 Jahre Erfahrung auf dem deutschen Versicherungsmarkt und stehe dir gern bei all deinen Fragen und Sorgen zur Seite. In einem persönlichen Gespräch finden wir auf direktem Weg heraus, ob die gesetzliche oder private Krankenversicherung die richtige für dich ist.

Du willst lieber auf eigene Faust deinen perfekten Versicherungstarif finden?
Dafür habe ich eine DIY-Methode entwickelt, mit der ich dir das optimale Werkzeug an die Hand gebe, um selbstständig den Versicherungsmarkt wahrlich zu durchleuchten und genau den privaten Krankenversicherungstarif finden zu können, der zu dir passt.

Und denk daran: Es gibt nicht die EINE richtige Krankenversicherung, sondern nur den für deine Bedürfnisse besten Tarif.

Bist du bereit, ihn zu finden?